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2.
Vom Lesen des Casar, Curtius und Ho-raz, in dem Gymnasium.
1. Julius Casar ist eigentlich nicht fürSchüler (der Iweitobersten Klasse), so leicht undschön Latein er auch schreibt: denn die Sachen selbst,die er erzählt, sind für einen Knaben oft unverständ-lich und selten interessant. Bor der Hand wählealso der Lehrer nur die verständlichsten Kapitel vonden Sitten der Völker u. f. besser aber, man führestatt des Casars den I u sti nu s oder C ur t i u sein. Denn ob der letzte gleich in der Latinität anCäsar nicht reicht, und in manchen Stücken ein Ro-mandichter ist, so hat er doch ein Anziehendes undUnterhaltendes, das wenige lateinische Schriftstellerhaben.
x 2. Bei Horaz, sollten nicht nur wie auchbisher geschehen ist, die üppigen oder gar garstigenOden und Epoden ausgelassen werden, sondern derLehrer sich überhaupt nicht an die Ordnung derStücke binden. Die Aufmerksamkeit wird dadurchmehr erhalten, die Lust selbst zu lesen wird ge-schärft, und der Lehrer hält sich den Weg offen,den Schüler vom Leichtern zum Schwerern in derangenehmsten Abwechslung fortzusühren. Hinter je-der Ode wird sodann das Kunstwerk des Dichterskurz entwickelt, wie z. B. er bei diesem und jenemGegenstände den Gesichtspunkt nahm, den Plan an-legtc, die Wendung machte, wie er Lehrsprüche oder