S o p h r o n.
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und Roms in Lehre sowohl als in der Unterredungeinher, Feind alles Aufbrausens, alles wunderlichenZickzacks, Feind aller Donnerschlage aus dem Bek-ken und des Unsinns übelgepaartcn Figuren, herge-holt aus aller Welt Ende. Mit Wenigem gabendie Alten Viel; wir Weniges oder Nichts mit Vie-lem. Sie schrieben einfache Unzialbuchstaben; unserStyl mahlt gothische Mönchszüge; wo tausend Kräu-seleycn doch nur Einen Buchstgben, der oft schwerzu erkennen ist, bedeuten. Sie lehrten, daß manwenig und nur das beste, aber gut lesen; daß manim Leben das Uns Anständige,
Edelste und Beste, aufs beste treiben und dazu un-ermüdlichen Fleiß anwenden sollen; wir armenIxions drehen das Rad und werden daran gedreht;wir walzen Sisyphus Steine und werden gewälzet;Haschen wie Tantalus neugierig und werden nimmer,o nimmer! gesättigt, erlabet.
Vorzüglich plagt die Vielwifscrey und Vielthue-rey uns Deutsche; cs ist ein Erbfluch unserer Na-tion, unsrer Verfassung und unsres wcichmäuligenEharakters. Unersättlich in unfruchtbarem Wissenund im geschäftigen Treiben für andre hosiren wirqllem, was fremd ist, und tragen die Livre» allerNationen, nicht einmal als ihre Kammerdiener, son-dern als ihre Schuhputzer, Gassenkehrer und Bcsin-binder. Unsre Gelehrten, ja oft Staatsmänner dün-ken sich groß, die Kanzlisten und Thorschreiber dergesummten Welt zu seyn; auch unqcbohrne oderhalbgebohrne Gedanken protokolliren sie und kra-gen sie ein in ihr Seelen - Tauf - und Todten-registcr. Was im Innern unsre deutsche Staat--Handels - Landesverfassung zur Vielwisserey und