S o p h r o n.
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wie elend verzehren sie ihre Kräfte, ihre Jahre undStunden, wenn sic an diesem bunten Gewühl undGemisch gar thatigen Antheil nehmen! Sehe mandie Fluth der neuen Bücher, die Lrödelbuden gängi-ger Romane! bemerke man den wüsten Theater-Ge-schmack oder Ungeschmack der Teutschen, wo das bestemit dem schlechtesten wechselt. Jüngling, dem lau-fest du nach? den staunest du an?
He Iiilsor!
()»kentre l«dvr,'is in Ld-rrz'däi
OignL, xuer, insliore U-emmu!
Laut muß und darf ich in dieser Sache dieneumodigen Musen anklagen. Sie, die Bildnerin-nen zur Weisheit des Verstandes, Herzens und Le-bens scyn sollten, sind Verführerinnen worden, die,indem sie die Neugierde und die kindische Vielthuercyunaufhörlich reizen, den wahren Geschmack ersticken;zerstreuen, verwöhnen, verderben. Bei) stillem Wet-ter , nicht im Sturm säet man edlen Saamen; oderman pflanzt ihn gar, man erzieht ihn mit stillemFleiß, mit unverdroßner Mühe. Das Bunte durchund über einander verwirrt die Einbildungskraft,und laßt das Herz kalt und öde. Woher, daß derneuere Kunstgeschmack so keck und kühn seine soge-nannten schönen Formen vom Nützlichen und vomSittlichen sondert? Nur die flüchtige, die kindischeNeugierde ergötzt sich an schönen Forme»; sie nimmtsich nicht die Zeit, wie jener Fuchs in der Fabel,hinter der gemabltcn Larve auch Hirn zu suchen; dieLarve ist ihr gnug. Sie tbut in den Bann, werins Hohle und Leere dringt, und nach dem Inwen-digen, nach Kern und Inhalt fraget. Dabey hat