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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S v p h r o n.

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chcrn Titel, ja für sich und andre kaum eine grossereLast des Lebens, als zeitlebens in seinem und jedemGeschäft ein Stümper zu seyn und zu bleiben; keineignes Land, wo wir recht zu Hause sind, sich un-geeignet zu haben, indem wir mit Gewissheit des Ei-genthums, mit Ehre und Freude wohnen. Was Ho-raz von mittelmäßigen Dichtern sagt, gilt von mit-telmäßigen Menschen oder gar von Hümplern in je-der Kunst, in jedem Stande; sic sind Göttern undMenschen, ja sich selbst zur Last und zur Plage.

Neugier und Vielthuerei sind kindliche, jugendli-che Triebe; wer aber wollte zeitlebens ein Kind blei-ben? Und doch bleibt man es, wenn man sich nichtfrühe schon an das Joch der Mühe und Geduld, anRegel und Richtschnur gewohnt hat. Nichts ist ver-ächtlicher und widerlicher als ein xnen centum ar-morurn et artium; ein umherspiclendcr, bösartigerKnabe.

Wir kommen alle darinn überein, daß in jederKunst, in;edem Geschäft Geschmack, reiner, gründ-licher, tiefer Geschmack der Punkt der Vollkommen-heit sei), nachdem man theoretisch und praktisch zu stre-ben habe. Auf der Flucht laßt sich dieser aber nichterlangen ; der Schmetterling selbst weilt ja, wenn er ih-ren Nektar genießen will, auf seinem Kraut, auf seinerBlume. Wahrer Geschmack an einer Sache, scy csWissenschaft oder Geschichte und Kunstwerk, laßt sichnur durch stilles Nachdenken, durch ausharrcnden Fleiß,durch fortgesetzte, wiederholte Uebung erlangen. DurchVielwiffen und Vielthuerci wird er bunt; krellc Bilderund Farben treten zusammen, und vernichten einander/oder sie werden zu lächerlichen yuocllikst, zu verächt-lichen Sammelsurium und kUkur.,