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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
245
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stnplatz, in dem keine Schattcngestalten, sondernWahrheiten wohnen, und geniesset sie geistig, ju-gendlich, ideaüsch. Diese schönen Zeiten kommennie Euch wieder.

Und Sie, Lehrer, Freunde, geniesten auch Sieeinige Wochen wohlverdiente Ruhe. Es ist ein an-genehmer Gedanke, mit dem Bewußtsein: geendigtzu haben, ultua! und mit dem stillen, in die Brustgegrabenen Spruch wieder anzufangen; plus ultra!Nur in dieser Tendenz und Kraft wohnt Lohn undLeben!-

2 b.

Von der Neugier, :8c, i.

Neugier ist ausser körperlichen Bedürfnissenund Anregungen die erste geistige Triebfeder, die sichbeim Kinde auffert. Wie die Pflanze aus der Erdehervorschicßt, sich nach dcm Licht drangt und empor-strebcnd ihre Blatter, ihre Blume entfaltet: so seh-net sich, unbewußt wozu? das Kind, der Knabe, derJüngling nach neuen Gegenständen und Erfahrungen.Der Ruhe feind, will er erkennen lernen, versuchen,sich üben. Abwechslung ist seine Lust; Thatigkeit seinSpiel; Vielthuerei und Neugier paaren sichin ihm, da diese zu jener, jene zu dieser führet.

Es fallt in die Augen, zu welchem Zweck dieNatur diesen Stachel der Wiß - und Thatbcgierde,jenes Unbehagen an der Ruhe, jenen Zwang undDrang zu flüchtigem Umherschauen, zur jugendlichenVielthuerei in unsren Geist und in unsre Brust legte.