S o p h r o n.
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feine Gedanken sind. Worte sind blos dasInstrument, dies muß ich mit eignen Krusten, aufmeine Weise brauchen lernen, oder ich kabe nichtgelernct. Der beste Prüfstein also, ob jemand et-was gefaßt hat, ist, daß crS n achmachcn, daßers selbst vortragcn kann, nach seiner eignen Art,mit seinen eignen Worten. Merkt Euch dieses, ihrKatecheten! Das ewige Wenden und Drehen vomSubjekt aufs Prädikat, vom Pradikac aufs Subjekt:,„wer hat dich erschaffe«? wen hat er erschaffen?" istnoch kein katechisiren, sondern ein leibhaftes Wort,sahnen, da man den Mund zur Rechten und Lin-ken, auf- und abwärts zieht, und immer doch nichtsals den sahnenden Fuhrmannslaut: abi! obo! saget.In eignen Worten muß man katechisiren; eigneWorte muß man dem Katechisircen herauslocken, seineeigensten Worte, diese, diese allein bezeichnen seineeignen Gedanken. Ihnen muß man folgen, an sieseine eigne Gedanken knüpfen; so lernt man lehrend,so lehrt man lernend. Wie in allen Künsten dieeigne Uebung Alles, Alles und ohne sie keine Kunstist, so ist in Wissenschaften nichts ohne eigne Auf-sätze , in seiner eigensten Gedankcnmanicr, in derman sich kein einziges unverständiges Wort erlaubet.Die Gedankenwcise des Lehrers ist dem Lernendennur Vorbild, wie im Zeichnen der Schüler die Vor-schrift oder das Gebilde des Meisters nachformt,nachzcichnet.
So rein und einfach dies Gesc; der Kunst undder Natur, so viel sagts für Lernende und Lehrende.Sic gebietet dem Lehrer, daß seine Gedankenform,seine Art des Vortrags in dcr^Seele des Lernendenein Vorbild und Muster werden könne: denn nicht