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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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231
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S o p h r o n.

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Bildern gewahrt, vor dem man sich als vor einerZauberansicht halb wachend und halb schlummerndfühlet; bald aber spürt man, wie Key dem körperli-chen Opium, die bösen Folgen dieser Worttraum?.Sie ermatten die Seele und halten sie in einer be-quemen Unthatigkeit fest; dadurch gewöhnen sie aneinen Gedankenschlummer und machen der Seele zu-letzt süße Contorsionen geläufig, die sich sodann imLeben und in der Sprache zeigen. Man lese ganzeBande sogenannt-philosophische und poetische Schrif-ten; man liefet, wie Hamlet sagt, Worte, Worte,Worte, Schalle, Schalle, Key denen unglücklicherWeise die Autoren glaubten, daß sie dachten, indemsie doch nur sprachen und nachsprachcn; dunkle oderlichte Schemen der Imagination, die man jetzt Odenund andere Gedichte, jetzt Abhandlungen nennt,Wortschalle, Opium, Traume.

Und der trage Mensch ist zu ihnen so geneigt!Worte wird ihm leichter zu sprechen als Gedanken zudenken. Er findet in ihnen fertige, oft schöne Ge-dankenformcn; sie passen in die Rede; dem gleich-tra-gen sind sie willkommen, wie sie es ihm waren; erkann wie mit Rechenpfennigen mit ihnen den Coursdes gemeinen Ncdespiels halten; warum sollte er sich,warum andere mit Gedanken irre machen oder be-beschwercn? O wie viel leere Worte faßt das Kind,der Jüngling auf; wie viel leere Wertformen, dieoft am lautesten tönen, deren wir uns am gemäch-lichsten, am oftsten und liebsten bedienen, haben wiralle in unserm Kopf! Man mache die Probe darüber,Key irgend einem gemeinen Gespräch, das man KeyTische oder in Gesellschaft höret und frage sich, wiejener Kämmerer aus Mohrenland:verstehest du auch,