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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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Und da meine Einleitungsredc vom Gymnasiumals einem Uebungsplatz aller nützlichen Fähigkeiten dermenschlichen Seele bandelte; so erlaube man mir zumAbschiede (einer Schulrede muß dies nach altem Her-kommen erlaubt seyn) einen kleinen inländischen Wort-witz. Unser Gymnasium, das ist, unsre Ucbungs-stätte, heißt L, rn sstinuin , das Ernstische Gym-nasium. Ernst, Ernst, meine Freunde und Zu-hörer, ist das, was allen Uebungcn dieses Hausesverstehen und sie begleiten muß, wenn sie das seynsollen, wozu der Stifter dieses Hauses diesen heiligenJuqendtempel z (ich nenne ihn nochmals also) erbaute.Ernst nimmt alle unsere Seelenkräfte zusammen; einredlicher frommer Ernst macht alle Uebungcn leichtund nützlich; er unterscheidet sie von sinnlosem Spiel,von zerstreutem Unsinn; ec macht uns verständig.Ernste Uebung allein bringt weit und führt zumZiele.-

-- Wir begraben mit dem heutigen Exa-men des Jahrs 0799 den alten Adam, das alte sa-kularische Schuljahr, und wollen Fleiß anweudcn, daßwir in den Monaten Sept. Lct. Nov. Dcc. noch man-che seiner alten Sünden, die uns ankleben und tragemachen, begraben, damit, wo möglich mit dem Jahrtävo auch in diesem alten hundertjährigen Hause eineneue Wiedergeburt werde. Hierüber wollen wir uns dieHände geben: denn vielen alten Unrath abzuthun,liegt freylich und lediglich an uns. Vor zweyhun-derc Jahren begrub man in Schulen mit feyerlrchemGesänge:

Nun treiben wir den Pabst hinaus"

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