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S o p h r o n.
Uebungcn, und die sich in ihnen geübt hatten, zeig-ten sich verständig.
Ich getraue michs zu sagen, daß, wenn auchder ärgste Feind unsres Gymnasiums bcy diesemVerhör gegenwärtig gewesen wäre und er den Zu-stand, in dem vor in bis 2n Jahren diese Anstaltwar, erlebt hätte, er sagen müßte: bey allen Män-geln, die un're beschränkte Anstalt drückten, zeigten sichLehrer und Schüler in allen Klassen verständigerd. i. ihrem Zweck angemessener, weiser. Mit ernsterstiller Freude habe ich diese Zunahme, diese Fort-schritte des praktische» Verstandes wahrgenommen undmuß ihn öffentlich rühmen. Nicht vergebens sing diestille Minerva, die jungfräuliche, mit lauter nützli-chen Symbolen sich auszeichncndc Pallas, unsre Schul-handlung an; ihr wohllhätigcr Einfluß hat sich be-wahret , ihr unscheinbarer Olivcnzwcig grünet undgrüne lange, über diesem ihrem heiligen Tempel,dem der Lorbeer deS Apollo und sein zu Heller Göt-terglanz vielleicht nicht ziemet *). Verständig wollenwir werden, wir alle, Lehrer und Schüler, Zuhörerund ich, der Redner selbst, nach der alten Sentenzdes weisen Dichters:
Ist aufs Nützliche nicht mein Fleiß gerichtet;
So arbeitet' ich, ach, zu leerem Ruhme.
*) Die Einweihungsrede unsres Gymnasiums im Jahr1716 handelte äe sänne nientis inclicio circaK^innasia et scbnlas, reichndlicae literaria«seininnrin. Diese sann inens sey unsre Pallas,bona etc.