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Rede nach dem Examen. 1799,
Abermals ist also ein Jahr zurückgelegt, einSchuljahr. Mit wie mancher Mühe! mit wie man-chem, von Jungen und Alten angewandten Schweiß!ist fast nicht zu sagen. Ins Unendliche lauft dieRechnung jugendlicher und auf die Jugend verwand-ter Mühe, auch vergeblicher Mühe, Sorgen undGedanken.
Ganz vergeblich ward sie dennoch nie ange-wandt, diese Mühe; ganz in Luft und Meer wurdensie doch nicht hingestreut, diese Gedanken. Der Lehr-ling muß viel Linien umsonst und aufs Gerathewohlziehen, ehe er die rechte Linie trifft; der Lehrer undSaemann begraben ihren Saamen in die Erde. Erscheint zu verwesen, und geht, »Venn Luft undSonne und Zeit und die mächtige Kraft der Naturihn wecken, reich an Früchten hervor.
Jeder Umgang mit Menschen, jede menschlicheRede und Handlung würzt sich allein durch Ver-stand. Nur einen verständigen Menschen Hort mangern; einer Handlung, in der Verstand liegt, siehtman mit innerem Genuß und Freude. Will manein Examen, das ist eine Probe jugendlicher Uebun-gen und Lectionen loben, so finde ich kein anderes,kein größeres Lob für sie, als cs waren verständigeHerders Werke z. Phil, u.Gesch.XIt, P