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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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zeige? Das Unrecht, das ihm geschieht, oder ge-schehen könnte, aufs klügste ab wende, aufs edel-ste rache, aufs großmüthigste ertrage? Werseinen Freund aufs lauteste und innigste, ohneSchmei-cheley und Unwahrheit, ohne Eigennutz, Stolz und'Anmaßung liebe ? Wer seine Begierden aufs mäch-tigste zu bekämpfen wisse, auch erlaubte, nurüber ihr Maas strebende Begierden? Wer seineZeit am besten einthcile? Wer sich dem Kör-per nach am besten trage? unvorbereitet am bestenspreche, wer die edelste Einfalt, die zwanglosesteHarmonie in seinen Handlungen'zeige? Werbey Vorfällen, die erzählt werden, am mächtigsten,am verständigsten denke; bey unvorgesehenen Zufallenam klügsten sich benehme? wer bey allem den edel-sten Zweck des Lebens mit Vorbeygchung alles Ge-meinen und Niedrigen sich auserwählt habe? undwie er diesen Zweck bey allem ohne Geräusch aufsstillste befolge hiernach, meine Freunde, Zuhö-rer, Lehrer und Schüler, wollen wir alle streben.Das Leben sey un-Z Gymnasium und da alle mensch-liche Vortrefflichkeit und Tugend nur in Uebung be-stehet, so sey es unsere augenblicklich tägliche Frage:in hno sxerceor? gniel sZo?

Und ihr Jünglinge, wohlauf, Ein Jahr EurerUebungen ist verflossen; zeigt dieser Uebungen Früch-te! Die Schranken sind geöffnet; der Kranz ist amZiele!

22. Rede