dessen hinpokratischer Beschafft »heit von Feuchtigkeitund Trockenheit, von Hitze und Kälte. Wie diemancherlei) Genies sich in unscrm Gehirn hoben undsitzen, mag Huarte wissen; wie sie in den Fa-chern und luinftis der Klasse sitzen, das kann undmuß einem aufmerksamen Lehrer wohl bekannt wer-den. Er muß es bald inne geworden seyn, wo seineKedachtniß- und seine B er sc and e s- Män-ner, wo seine Phantasie-Jünglinge, itsm, wodie Witz- Grütz- und kritische Spitz kö-.vfe sitzen, und wie sie sich bey dieser und jenerWissenschaft, bey jener und dieser Aufgabe haltenund gebährden? Sie ohne Haß und Zank in le-bendige Uebung zu sezen, jedem Talent seinen Werthzu lassen, ohne daß es sich über ein anders erhebendürfe, ja, daß es vielmehr die Nothwendigkeit undNutzbarkeit desselben auch erkennen lerne, dies ist,dieß sey das fortgehende der Schulen. —
In diesem Betracht, wie hoch stehen Gymnasienüber Universitäten! Im Gymnasium wird jederSchüler von seinem Lehrer gekannt, geschätzt, ge-übt; geübt auf die ihm zukommende eigenste Weile;mit guten Lehrern und Schülern besetzte Gymnasiensind ganz und gar eine lebendige Uebung. AufUniversitäten kennt der Lehrer seine Zuhörer kaum;er liefet, wie es heißt, und sic hören; er istProfessor, d. i. Ausredner der Wissenschaft, sie sindAkustiker, die von einem zum andern, von Kephaszu Apollo wandern und hören, was er professo-rirt. Wissenschaften, die Hebungen erfordern, z. B.Sprachen, Mathematik, Geschichte, Schreibart rc.lasse» sich dabec in öffentlichen Eollegien aus derAkademie fast gar nicht lernen. Wer sie von Schu-