S o p h r o n.
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Redarten geschöpft, Cervantes, Swift,Sterne, Montaigne, Rabelais, unter unsLuther, Lessing, Moser wohnen gleichsam inihnen; zu rechter Zeit angebracht, oder entwickeltüben sie mehr als Eine Seelenkraft, wenn sie sichhier in eine Geschichte oder Fabel, dort in einenBeweis, in ein Gespräch, eine vernünftige Deduk-tion verwandeln. Anlässe zu solchen Uebungenbieten fast alle in den Schulen getriebene Schriftendar.
c) Ein drittes Mittel zu Ucbung mancherlei)Seelenkräfte in Schulen giebt jene edle Nacheife-rung, jener löbliche Wettkampfan dieHand, den der alte Hesiod die gute Erisnennet; in Schulen soll und darf diese gute wohl-thätige Eris wohnen. Da in einem Haufen fähigerJünglinge mancherlei) Fähigkeiten gleichsam vcrthciltsind, indem dieser die Gabe des Gedächtnisses, jenerdes Witzes, ein dritter des Scharfsinnes, ein vierterder Einbildungskraft und schaffenden Dichtung, einfünfter den Vorzug des einfehend - Hellen, ja des er-findenden pr ak ti s c h en V e rs tan d e s, ein sechsterder bestimmenden und scheidenden Vernunft, einsiebenter endlich das Talent des Calculs und Me-chanismus hat — wie sollte nicht eine lebendigeUebung des ganzen Schulkörpers entstehen, wenndieser Antagonismus lebender Kräfte gehöriggeweckt, aufgefordert und in Thätigkcit gefetzt wird?Ein bekannter spanischer Arzt iluan Unarts hateine eben so bekannte „ Prüfung der Köpfe zu denWissenschaften" geschrieben, die Lcsfing übersetzt hat;er kheilt darin die Genies für die Wissenschaft aus,und ran^irc sie nach den Fächern des Gehirns und