S o p h r o n.
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1»'e tobte Lehre, Lection, Lernen, Nachschreiben u. s. f.sind , so lange nicht Uebung des Geistes, des Wil-lens, der Lust und Liebe und jeder jugendlichen Fä-higkeit dazu kommt, todte Wörter, und werden denKindern bald cckelhaste Namen. Lust und Liebemacht alles leicht; Uebung beseelt jedes Werk,indem sie die Anlage in uns zur selbstbewußtenKraft, Fähigkeit, Fertigkeit erhöhet. Durch Uebungerhielt man den Preis in allen Kampfspielen; durchUebung lernte Milo den Ochsen tragen, und Herku-les seine Arbeit bestehen; durch willige, frohe, unab-laßig fortgesetzte Uebung allein wird man seiner KunstMeister.
Das Hauptwort der Schulen und Gymnasienist also übe dich! nur dadurch erlangt
man die Krone; dieser kathegorische Imperativ gehtdurch alle Klassen und Lectionen. Und wie kommtman dazu, worinne besteht diese Uebung? Michdünkt in drey Stücken, die uns die Natur der Schul-arbeiten selbst vorzeichnet.
a) Sinnliche Aufmerksamkeit des Kindes,des Knabens und Jünglings werde erweckt; seineSeele werde aus dem Schlafe gerüttelt, oder vonfremden Gedanken gereinigt. Sonst träumt er fort,sein Geist, sein Wille, seine Seelenkräfte werdennicht ge übet. An Zeichen, die diese Aufmerk-samkeit erwecken, fehlt cs den Wissenschaften nicht;es ist aber nicht der kaculus ln nisnua oder inlargo, der dies Wunderwerk thut; sondern cs istder Körper jeder Wissenschaft selbst, die sinnlicheForm, ohne welche ihr Geist nicht scyn kann. Wieman ohne Buchstaben nicht lesen, ohne Zahlen nicht