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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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216
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S o p h r o n.

er sie zu übe n, reihweise in der ganzen Klasse zu üben,unabläßige Lust und Neigung; gewiß wird ihm derfröhliche ü b u n g s l u st i g e Sinn seiner Kleinen dazuhelfen. Ihm, wie ihnen, wird die Arbeit ein Spiel,eine Lust-Uebung werden, da im Gegentheil eine Klas-se armer Pygmäen, die nur das Sitzfleisch üben,ledcm Fremden ein trauriger, trauriger, traurigerAnblick ist! Unsre öffentliche Schulen sind bekann-termaßen im Kampf mit Privatschulcn, und soviele Vortheile jene haben mögen, so ist dennoch vor-aus zu sehen , sic werden von Jahr zu Jahr in diesemKampf verlieren. Wodurch verlieren sie ? wodurch ge-winnen jene? Dies sagen uns alle Erziehungs-Insti-tute in ibren Verkündigungen; durch Uebung.Hierin, darin sollen die Kinder geübt werden, rufensic alle laut; durch Uebung sollen sie lernen. Worinnun ihre Uebung bestehe? worin, mit welcher Ord-nung und Abwechselung sic getrieben werde, ist hiernicht die Frage. Das Wort Uebung ists, was dieEitern freut, die Kinder bezaubert Jeder Mühebequemen sie sich gern, wenn sie nur geübt wer-den.

Die körperliche Uebungen sind den öffentlichenSchulen entnommen; sind aber die Arbeiten, die siezu treiben haben, nicht auch Uebungen? Nichtigund angenehm sprechen, geschickt und richtigschreiben, erzählen, sich ausd rücken, rechnen,zeichnen zu lernen; selbst hören und beantworten zukönnen, was der andre sagt und nicht sagt; beymHimmel! das erfordert Uebung, feine, viele, lang-fortgesetzte Uebung, die gleichsam der Geist des Ler-nens, die Seele des Unterrichts ist, und sich durchnichts anders ersetzen läßt. Der Wort-Unterricht,