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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
215
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Schule, von den untersten an, kein Platz zur Museund Trägheit, zum unthätigcn Lernen und Verneh-men (srlaola), sondern ein Uebungsplatz

sey mstsse, und zwarwenn sie es in den obersten Klassen seyn soll, in.denuntersten zuerst.

Betrachte man doch die junge Brut der unternKlassen, wie sie mit Lust und Freude zu jeder Ju-gendübung daher zeucht. Rennen und Laufen istihre Lust; unerträglicher ist ihr fast nichts als dasSitzen; daher sic sich auch die Schule vorzüglichdurch das unerträgliche Sitzen bezeichnen. In denSchulen, heißt cs, bekommen sie Sitzfleisch. Umihnen die Schule nicht ganz widrig zu machen, wasist in unfern engen Gymnasien-Mauern das einzigeHülfömittel? das junge Volk, die Schaar von Vö-geln , denen nur die Flügel fehlen, werde, so vielcs die Klasse zuläßt, in mancherlei) Uebung erhal-ten , ihre Seelenkräfte werden beschäftigt, geübt.Das wollen auch schon die ersten Rudimente, die sielernen. Buchstabiren, lesen, rechnen, schreiben,enthalten die vielfachsten Ucbungen unsrer Seelen-kräste; ein Philosoph hat ausgerechnet, daß unsreSeele, mich dünkt, einige 40 Uebungcn vornimmt,indem sie die große Kunst lernt, zu buchstabi-ren. Hat nun ein Lehrer Verstand, Geschicklich-keit und Biegsamkeit genug, beym Buchstabiren,Lesen, Rechnen, Schreiben, wozu ich noch das Spre-chen, Erzählen und Zeichnen der Figuren hinzufügenmuß, alle die Uebungen anzuwenden, die diese siebenschönen Künste, Buchstabiren, Lesen, Schreiben, Rech-nen, Sprechen, Erzählen, Zeichnen der Figuren in sichschließen, und ihrer Natur nach nothwendig fordern; hat