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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
209
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S o p h c o n.

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depnah keinen gefährlicheren Erbfeind als diesenHerrn, den Egoismus. Er hak eine aufblähcndeKraft, und treibt böse Winde von sich, bald aberwird im Innern alles hohl und leer, Form ohneMaterie, Schein ohne Seyn, und wie die alte deutscheSprache es nannte, ein Schemen: denn er verstopftungemein, daß nichts äußeres Gutes in uns, undim lieben Ego gar bald alle Seelenkräfte still stehen;bewahre der Himmel jeden Christen - Jüngling vordiesem aufblähenden, verstopfenden bösen Ismus! EinJüngling muß bescheiden seyn in seinem Wissen undin der Acußecung desselben, nicht aufgeblasen, nichtruhmredig und verachtend. Der arme Mansk, wieviel ist, was er noch nicht weiß! Ein Egoist wirdes nie lernen. Siehe die wachsende, blühende, duf-tende Pflanze an; sie gibt und nimmt, mit allenElementen zusammenhängend nimmt sie von allenElementen, von Licht, Luft, Wasser, Erde, verar-beitet es in sich selbst, und gibt es würzhaft derWelt wieder. In der Finstecniß selbst neigt sie sichnach dem Lichte, mit ihren Wurzeln sucht sie dieFeuchtigkeit in der Erde; mit ihren Blättern trinktsie die Luft und gibt sie verarbeitet wieder. Sie ist,was sie ist, und kündigt sich durch ihr Daseyn, durchihre Kräfte und Ueußerungcn still an, nicht ruhm-redig ; der Natur-Cbarakter ist in sie still gepraget.Ahmet diese Kinder der Natur auch durch sittsameBescheidenheit nach, ihr Jünglinge; nichts verunzierteinen Jüngling mehr als Dünkel; er macht starr-sinnig, widersprechend, stolz, überlastig, grob undunerträglich.

2. Ein zweytes Uebcl, das alle praktische wahreReligion aufhebt, ist die in unsrer Zeit überhand»Herders Werke z. Phil. u.Gesch. XII. O Xopkron.