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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

dcln möge; sondern die Metamorphose schreitet fort,über einen Thcil von Deutschland und wer weiß,wohin weiter? Schon vorher nahm Nordamerikaeine andre Gestalt an; ein andrer Theil von Indien,oft - oder westlich , wird sie wahrscheinlich auch an-nchmcn. Die Weltcharten verwandeln sich in Gran-zen, Staatsversassungen, Religionen, in politischenGrundsätzen, Sitten und Gebrauchen; sic werden neuilluminirt. Offenbar muß der Schulunterricht nichtnur hievon Kunde nehmen, sondern auch in die Ur-sache» dieser Weltverandcrungen eingehcn; Geschichteund Geographie bekommen eine andre Gestalt: denndie Grundsätze, auf die man das Studium der Ge-schichte und Geographie sonst bauetc, haben sich ver,ändert. In der Geschichte z. V. liegen uns dieNamen der Könige und ihrer geführten Staats- oderFamilienkriege nicht mehr mir dem Interesse an, wieehemals, da man blos rohe Kriegsthaten oder hin-terlistige Skaatsoperationen bewunderte und eine lang-weilige falsche Bewunderung derselben den Jünglin-gen nufzwang. Der Schleyer ist weggefallcn, odervielmehr mit gewaltsamer Hand weggerissen; die Au-gen sind uns geöffnet, um in der Geographie undGeschichte etwas nützlicheres zu lernen. Den Bauder Erde, ihre Neichthümer der Natur und Kunst,wer zu diesen etwas Großes und Gutes durch Erfin-dungen, durch nützliches Bestreben und Einrichtungenbeygctragen, wer die Erde und das auf ihr waltendeMenschengeschlecht verschönert oder entstellt habe, dieEngel oder Dämonen der Menschen sollen wir in derGeschichte mit reifem Urtheil kennen lernen. Mitreifem Urtheil: denn wozu läsen wir sonst die Ge-schichte ? wozu läse sie die Jugend? um einen fal-