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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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Lage: man behandelt uns als eine schwcrköpfige Na-tur, die noch nicht weiter gekommen ist, als lang-sam zu buchstabiren, und der man als einer Skla-vin das Haupt zu scheren im Werk ist, damit imgeschornen Kopf der Lebensgeist etwas freyer circu-lire. Wie wenig der Deutsche deutsch kann,liegt am Tage; nicht der Bauer, nicht der Hand-werker allein reden größtenteils, zumal wenn sie sichgut ausdrücken wollen, ein verworrenes, abscheuli-ches, verruchtes Deutsch; sondern je höher hinauf,da gehts oft desto schlechter, bis man auf der Spitzedes Bergs sich des Deutschen, das man nur mitDienstboten und Kammcrjungfern spricht, gar schä-met. Ein schmaler Streif an diesem deutschen He-likon und Pindus ist allein ausgenommen, auf wel-chem man die Muttersprache rein zu sprechen undrein zu schreiben werth halt; ein schmaler Streif!Lernt deutsch, ihr Jünglinge, denn ihr scpd Deut-sche; lernt es reden, schreiben, in jeder Art schrei-ben! Lernt erzählen, berichten, fragen und antwor-ten; zusammenhängend, andringend, klar, natürlichschreiben; vernünftige Auszüge, Tabellen, Expositio-nen und Deduktionen der Begriffe machen; lernt,was ihr denkt und wollt, sagen. Die Zeit qcbietets,die Zeit fordcrts; wir wollen nicht langer «Xs-Xaund *) seyn und bleiben.

2. Die Welt verwandelt sich. Nicht nur dassüdliche Europa, Frankreich, Italien, die Niederlan-de , Holland, die Schweiz haben eine andre, großen-theils vor der Hand traurige Gestalt angenommen, derwir wünschen, daß sie sich in eine freudige Gestalt vcrwani

* Stumm und stammelnd.