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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

gab Muth den Befreyern des Volks, den Helden.Auf Davids Harfe sang er Psalmen; und in denWeisen war er Lehre und Weisheit; im Geschäfts-mann trieb er sein Geschäft. Als das Christenthumentstand, war cs sein unterscheidender Charakter, daßohne Rücksicht des Alters und Standes ein neuerGeist auf alle ausgcgossen ward, und jede gute,jede nützliche Gabe ans Licht treten sollte; denn, sagtPaulus, alle mancherlen Gaben hat Euch Gott gegeben,Ein Geist soll sie beleben. Wodurch anders erwarb sichdas Christenthum die Herzen der Menschen, als daßes die Vorurtheile, die eine Reihe von Menschen un-brauchbar machte, niederriß, und in allen alle undallerlei) Gaben zu gemeinschaftlichem Nutzen werkte?Hier ist kein Jude noch Grieche, kein Sklave nochFreygeborner, kein Mann noch Weib, alle sindEins im christlichen Gemeinwesen. Dadurch verbandsich das Christenthum die Herzen der sonst so vcr-nachlaßigten Stande, durch Herablassung, durch All-gefalligkeit und Popularität; Brauchbarkeiten tratenans Licht, die sonst ewig in der Dunkelheit gelegenhatten, und es ward jene große weite Basis der Kul-tur gelegt, 'die alle Stände, alle Völker umfaßtund von der die alte Welt nicht wußte. Daß dießmit den ersten Versuchen nicht anders als unvoll-kommen geschehen konnte, daß sich hieran mit jedemSchritt der Zeit neue Mißbrauche hefteten, daß diePopularität des Christenthums oft zu plebejem Ge-schmack ausartete, dies alles und hundert Dingemehr, die davon zu sagen wären, kann die Wahr-heit und Reinheit des großen Gesetzes nicht ändern,das da will, daß allen Menschen geholfenwerde, indeß sie zur Er kenn tniß der Wahr-