S o p h r o n.
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hat so etwas Schönes und Mächtiges, daß es alleinim Stande ist, einen Jüngling, der dies Heiligein sich, der sich als den Tempel eines göttlichenGeistes erkennet, vor allem Unwürdigen, Niedrigen,Gemeinen zu bewahren. Wie sollt' ich etwas Un-würdiges thun, und wider das edlere Gefühl in mei-ner Brust sündigen? Alle ausgezeichneten Menschenhalten dies edlere Gefühl in sich, das eben sie vongemeinen Menschen auszeichnetc, das sie vor allemGemeinen, Niedrigen und Niederträchtigen bewahrte.Es war ihr Schutz und Schirm, ihr Rathgeber undWächter, ihr warnender Freund, ihr gebietenderDämon, der ihnen, statt der weiten Heerstraße üp-piger Phantasie und Lüsternheiten, den schmalenWeg, die enge Pforte des Ruhms und Wohlgefal-lens bey Gott und Menschen zeigte; sie ihnen nichtnur zeigte, sondern diesen Weg zu gehen, die Pfortezu durchdringen sie antrieb. — Ein mächtiger, be-lebender, ruhiger Geist, der Geist einer fortwähren-den Selbstbcsserung, der Geist der Weisheit. „Er„kämmt, sagt jenes alte, schone Buch, nicht in„eine boshafte Seele; er wohnet nicht in einem von„Lastern entweihcten Körper. Der heilige Geist, der„recht zu denken lehrete, weicht von den Ruchlosen ,„und überläßt sie der Strafe, die sie über sich selbst„verbängcn, da sie denn nie ungestraft bleiben: denn„Gott ist Zeuge über alle Gedanken und erkennt alle„Herzen , und höret alle Worte."
Dünkt es ihnen nicht, m. H., dünkt cs euchnicht, liebe Jünglinge, daß es in diesem Sinn fürdie Schule ein edler Name sey, Werkstätten desheiligen Geistes zu heißen? Und was sie heißen, zuseyn oder zu werden? Was helfen alle Wifsenfchaf-