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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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Glücklich ist der Lehrer, der das Herz seinerSchüler in seiner Hand hat und cs lenken kann, wo-hin ec will! Glücklich ist der, dem sie folgen, selbstwenn sic auch noch nicht wissen, warum er sie diesesWeges führe. Glücklich, wen sie an seinem Geburts-tage wirklich mit Bändern der Liebe binden. Frcy-lich liegt bey dieser schonen Gabe, Zutrauen undLiebe zu erwecken, oft eine glückliche Natur zumGrunde, vieles aber und das Meiste rührt doch da-von her, nicht wie man ist, sondern wie man sichbetragt, wie man denkt und handelt. Wer seinesStands oder Geschäfts müde ist, wer sein Amt, mitder Jugend umzugeh», als eine beschwerliche Lasttraget, dem ist der schönste Segen entnommen, denuns die Vorsehung zutheilcn kann, nämlich: anunsrer täglichen Arbeit Freude zu haben,und an ihr immer selbst als Jünglinge zu lernen.Dies ist der gute Geist, den jener König im Psalmsich erbittet, der freudige gewisse Geist desLebens. Ec stärket sich in seinem Geschäft durchGewohnheit, nimmt mit den Jahren eher zu, alsab ; arbeitet nicht um Lohn oder Ehre, und empfangtbeyde um so sichrer und reiner, weil er nicht für siearbeitete, weil er nicht an sie dachte. Vorzüglich ister ein Geschenk würdiger Schullehrer gewesen, wirdie gelehrte Geschichte deren eine große Reihe zu nen-nen weiß. Dem Neide und der glänzenden Weltverborgen lebten sie desto glücklicher, im Kreise jun-ger Menschen, an deren Blüthe sie sich freuten, unddie ihnen auch im grauen Alter noch etwas von ihrerMunterkeit, ihrem cmporschießenden Leben mitzurhei-len schienen. Von diesen geliebt und verehrt waren