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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o ii.

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aber auf nichts als aus Vernunft und Billigkeit ge-bauct feyn, oder sie ist nicht beständig. Das Gesetzmuß herrschen, und der Lehrer darauf halten, mitLindigkeit oder Scharfe; allemal aber leidenschaftlos,mit Liebe und Güte. Von innen heraus, vom Geistmuß es auch hier anfangen, so daß der Schüler inweniger Zeit es thäklich begreifen lerne, warum ihmso und nicht anders zu handeln erlaubt werde. Dasvornehmste Mittel also zu dieser allgemeinen Ord-nung ist Beschäftigung, lebhafte Beschäftigungder Seele des Knaben, so daß dieser gleichsam nichtZeit habe, auszuschweifen oder müßig zu feyn. Ausder Seele des Lehrers thcilt sich dieses Feuer mit,und verbreitet sich wie eine elektrische Kette auf dieEdeln und Fleißigen zuerst, von diesen endlich auchauf die Trägen und Dummen. Sobald jeder sichet,daß er nicht unbemerkt -bleibt, sobald er gewahr wird,daß zwar nie etwas Unrechtes von ihm gefedert, ihmnie Etwas, was er nicht wissen oder thun konnte,unbillig zugemulhet werde; daß man ihm aber auchnichts Nachsicht, und daß sein Unrecht zu rechter Zeitzwar mit schonender Hand, aber dennoch ans klareLicht kommt: so wird er sich endlich wohl hüten ler-nen und unter die Ordnung schmiegen. Gelingt esdem Lehrer nun gar, daß er neben der stillen Liebezur Wissenschaft, auch öffentliche Ehre und Nach-eiferung in seine Klasse zu bringen weiß, so stel-len sich Zucht und Ordnung von selbst dar. EinWort, ein Blick, ein leiser Wink von ihm wirdmehr ausrichten, als hundert Scheltworte und an-fahreude Sitkenpredigtcn, über die man sich aus Ge-wohnheit hinaussctzt, oder die müßig ums Ohr sau-sen.