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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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fortgesetzter stiller Gewohnheit. So wird auch Ge-genliebe nur durch Liebe, gegenseitige Ehrerbietungnur durch zuvorkommende Billigkeit, väterliche Treueund sorgsame Achtung erweckt; wie alle, so theilcnsich auch diese Gesinnungen unvermerkt mit; undwohl der Klasse, wohl der Schule, in der sie gleich-sam zum täglichen Element werden: ein schönes

Band, das Lehrer und Schüler täglich fester knüpfet.

Man würde Geß'nern und mich übel verstehen,wenn man glaubte, daß ich statt strenger Zucht undOrdnung, statt eines pünktlichen Gehorsams undeiner festen Regelmäßigkeit in Arbeiten, Gewohnhei-ten und Sitten, jene weiche Schlaffheit, jene welkeGelindigkeit begünstigen wollte, die für öffentlicheSchulen ein wahrer Verderb ist. In jeder zahlrei-chen Versammlung von Menschen muß Ordnungherrschen, wenn nicht alles zum Chaos werden^ soll.Ordnung aber kann nur stattsinden, wenn auf siemit ernster Strenge gehalten wird, und fast dasVeste, was die Jugend in öffentlichen Schulen ler-nen soll: ist Ordnung. Subordination und pünkt-licher Gehorsam muß so wie im Kriegsheer und aufdem Schiff, so bey jedem öffentlichen Geschäft scyn,an welchem mehrere zu arbeiten haben; also gewißauch in der Schule. Eigensinn und zügellose Frech-heit, Ungehorsam und grobe Halsstarrigkeit müssendurchaus nicht geduldet werden. Hievon bin ich soüberzeugt, daß ich das Schulgeschaft wie eine Höl-lcngual des Sysyphus und der Danaidcn anschc, solange der Lehrer nicht völlig in seiner Klaffe Herr,seiner Schüler mächtig, und eines jeden Winkes, dener gibt., gewiß ist. Diese allgemeine Ordnung kann