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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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Seite erzeiget hast, und wenn du im Augenblick desUnmuths einzelne Schüler oder ganze Ordnungenmit Namen belegtest, durch die sie gewiß wider dei-nen Willen ihren Mitschülern zum Gespött werden;so wundre dich nicht, wenn du ihr Gefühl des Wohl-standes und der Ehre zuerst gegen dich selbst empörtfindest. Die Zeiten sind vorbei), da Schimpfwortewirken konnten, was sie vielleicht auch nie gewirkthaben, wahre Scheu und Ehrfurcht: mancherlei) Ur-sachen kommen zusammen, warum diese Methode nichtmehr Früchte bringen mag. Vielmehr laust eine Schuleoder Klasse Gefahr ihren guten Ruf zu verlieren,wenn die Feinde des öffentlichen Unterrichts mit eini-gem Recht ihr üble Sitten verwerfen dürfen, so wieauch der Stand des Schullehrers, der verachtet ge-nug ist, sich nie heben wird, sobald man auch nurmit einigem Scheine den Vorwurf ihm machen kann,daß er auf diese Weife das Gefühl der Ehre bcyseinen Schülern erschlaffe oder beleidige. Das Augeder Verächter öffentlicher Schulen wendet sich vonihnen wie von einem Kerker für Unglückselige zurück;man verachtet oder beklagt den Lehrer, man beklagtund bedauert die Schüler.

Maxiwra äskstur xuero rsverentin, dasGefühl von Recht und Unrecht liegt tief in dermenschlichen Seele, und äußert sich in jugendlichenGemüthern stark und lebhaft. Lhue einem KnabenUnrecht; er fühlt es inniger, als es ein Mann füh-len wird, der mit deinem falschen Urtheil zugleichden Grund oder Ungrund desselben stehet und über-siehet. Jener kann und darf sich vielleicht nicht ver-antworten, fühlt er aber, daß ihm wchgeschieht, unddaß er blos durch seine Jahre und seinen SchulstandHerders Werke z. Phil. u. G-sch.Xll. M Loxkron.