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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o u.

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Wurf sollen gemacht werden können. Wir wissenalle, daß der Knabe von jedem ihm öffentlich darge-stellten täglichen Vorbilde gewiß, auch ohne daß erswill, ein böses oder ein gutes Beyspiel nehme; dennin jungen Jahren nehmen wir unausbleiblich die Sit-ten, die Reden und Geberden an, die wir täglichvor uns sehen, die sich uns im lauten Schall ein-drückcn, ja gar durch das Ansehen eines Vaters oderLehrers empfehlen; sondern nur das will ich anfüh-rcn, daß ein Ehrliebender und Ehcbegicriger Knabedurch Beleidigungen dieser Art, wenn sie ihm vorseinen Mitschülern geschehen, am empfindlichsten ge-kränkt und scheu gemacht, oder wenn er wilderenGemüths ist, erzürnt und erbittert werde. Wasbleibt aber einem Lehrer, wenn er unglücklich genugwäre, die Achtung und Liebe seiner Schüler verlorenzu haben? wenn die, die mit dem größesten Zu-trauen , mit der innigsten Neigung zu ihm kamen,gleichsam mit Mühe ihr Herz von ihm wenden, weilsie natürlicherweise das Unrecht, das ihren Mitschü-lern geschieht, und ihnen auch begegnen kann, mitinnerlich gekränktem Stolz als das Ihrige annehmcn,und ihrem Lehrer unvermerkt die Liebe und Gunstentziehen, welche die Handhabe zu allem Gutem sind,das in der Schule gestiftet werden kann. Arbeitenun ferner in saurem Schweiß, du armer Lehrer,mit denen die ihr Herz von dir gewandt haben.Dich wird z. B. niemand zutcauensvoll fragen, wenn,er erlebt hat, daß andre auf ihre gutgemeinten Fra-gen mürrische Antworten erhielten: du wirst Klötzefinden, wenn du Klötze zu finden glaubst, und deineSchüler dazu gemacht hast. Man wird dir genaunur so viel Liebe erzeigen, als du andern von deiner

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