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S o p h r o n.
Saftgefaßc; sondern auch Muskeln, Sehnen, Haut,Knochen hat, und solche in gehöriger Stärke habenmuß, wenn er gesund siyn soll: so ists nicht dieweiche, zierliche, entnervte, buhlerische Sprache, dieeinen Mann und Jüngling empsiehlet. Wir wollenan ihm keine ckeilvs loguentsrri IchlnZsrr hören,ckulay rrckamoin; sondern einen jungen Mann, dergesunden Verstand, bestimmte Begriffe, Treue,Wahrheit, herzliche Rechtschaffenheit, so wie in Ge-sicht , Handlung und Geberdcn, so auch in seinenWorten, im Ton seiner Stimme ausdrückt. Esgiebt einen Ton des Herzens, der unmittelbar zumHerzen dringt, einen Ton der Ucberzeugung und dergesunden Vernunft, der die ganze Seele ergreift, undals Sieger cinnimmt; dahingegen der falsche Ton,wenn man Gesinnung und Affecte ausdrückcn will,die man weder hat noch kennt, dem Gemüth andrerMenschen viel widriger und unausstehlicher ist, alsein falscher Ton im Gesänge, wenn er auch noch soarg heulte. Wahrheit, Wahrheit bilde unfern Ausdruckauch im Ton der Stimme; ex ubunäuntiu coräis;wessen das Herz voll ist, dessen gehe der Mundüber. Wie die Musik eine Tonleiter hat, auf dersich die Stimme auf- und absteigend üben muß: sobat die Rede ein weites Reich von Gegenständen,Gesinnungen, Leidenschaften, Empfindungen, Zu-stande» der Seele u. s. f., deren Ausdruck sie zuschaffen, und auf die mächtigste, angenehmste Weisedarzustellen hat. Daß sic dieses zu thun vermöge,dazu gehört Uebung: denn auch in der Kunst, seineSprache zu brauchen, fallt der Meister so wenigvom Himmel, als in der Tonkunst. In diesermüssen die Finger , in jener die Organe geübt wer-