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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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zwar Töne, in einander gezogene Töne hörek, oberden Sinn der Rede nicht verstehet. Jünglinge,die diesen unangenehmen Dialekt bloßer Thierlautean sich haben, sie mögen aus Städten oder vomLande her seyn, müssen sich alle Mühe geben, imGymnasium eine menschliche, natürliche, charaktcr-und seelcnvolle Sprache zu bekommen, und von ih-rer bäurischen oder schcepcnden Gassenmundart sichzu entwöhnen. Sie müssen das Bellen und Bel-fern, das Gackeln und Krächzen, das Verschluckenund in einander Schleppen der Worte und Sylbenabdanken, und statt der Thier - die Mcnschensprachereden. Glücklich ist das Kind, der Jüngling, demvon seinen ersten Jahren an verständliche, menschliche,liebliche Töne ins Ohr kommen, und seine Zunge, denTon seiner Sprache unvermerkt bildeten! Glücklichist das Kind, dem seine Wärterin, seine Mutter,seine altern Geschwister, seine Anverwandten undFreunde, endlich seine frühesten Lehrer auch im Ge-halt und Ton der Rede gleichsam Vernunft, An-stand , Grazie zusprachcn; der Jüngling, derMann wird sie nicht verläugncn, so lange er lebet.Denn nur durch Hören lernen wir sprechen, und wiewir frühe hörten, wie unser Mund, unsre Zunge sichin der Kindheit und Jugend formten; meistens spre-chen wir so zeitlebens. Die suavitas oris aa ssr-rnonis, die snervitas cjuas exit ex ore ist einschöner Empfehlungsbrief auf den ganzen Weg unsers'Lebens; Jünglinge, von'denen man sagen kann, wasCicero von den Gracchcn und ihrer Mutter Corneliasagte: ülios non tarn in Zreinio eckucatos, gusrnin serrnons inatris haben an diesem mütterlichenGeschenk einer angenehmen, ^deutlichen, sanftübcrre-