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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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163
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S o p h c s n.

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Von der Aus bildung der Rede undSprache in Kindern und Jüng-lingen. 1796.

Wie Rede und Sprache den Menschenvon! Thier unterscheidet: so giebt es eine Kunstder Sprache und Rede, die unter den Men-schen selbst vielleicht einen so großen Unterschiedmacht, als die Rede zwischen Thieren und Men-schen. In der wenigen Aeit, die mir hier vergönntist, werde ich zeigen, daß diese Kunst der Rede undSprache in Kindern und Jünglingen auszubildenein Hauptgeschäft der Schulen scyn müsse.

Wenn wir aus die Welt treten, können wirzwar schreyen und weinen, aber nicht sprechen undreden; wir äußern nur thietiscbe Laute. MancheVölker und Menschen verfolgen diese thicrischen Lautedurchs ganze Leben. Man stelle sich in eine Ent-fernung, in der man zwar den Schall der Stimme unddie Accente nicht vernimmt: so hört man bey einigenMenschen den Truthahn, die Gans, die Ente, bevmanchen Rednern den Pfau, die Rohrdommel undbey affectirenden Schönlingen den natürlichen Kana-rienvogel; nur nicht eben eine menschliche Stimme.Unser Thüringen hat viel Gutes, aber keinen ange-nehmen Laut der Sprache, welches man dann ammeisten inne wird, wenn man, wie oft der Fall ist,

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