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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

empfehlen. Mißrakh ihm auch eine Mitwort, kamengleich auch nicht viele Fragen an ihn , hatte er auchdas Unglück, von seinem Lehrer unschuldiger Weisenicht gnug geschätzt zu werden; er muß sich dadurchnicht abschrecken, nicht Niederschlagen, sondern viel-mehr erheben und aufmuntern lassen. Guter Muth,Fleiß und Tugend überwinden alles; der kommtweiter, dem nicht alles so gar leicht gemacht, deraber dafür in seinem Innersten geweckt wird: der

sucht desto mehr Lob zu verdienen, dem das Lobsauer gemacht, der nicht zu frühzeitig und übermas-sig gelobt wird. Wapnet euch also mit Aufmerk-samkeit, mit Geduld und Gutmüthigkeit, liebe Schü-ler; sehet den heutigen und morgenden Tag fürEuren Ehrentag an. Gebt Acht auf Arbeiten undFragen; antwortet ohne Furcht, so gut ihrs wisset,mit Besonnenheit, Freymüthigkeit und der jugendli-chen Lust und Liebe, die Euer Alter so schön kleidet.Muntert Eure Lehrer, muntert uns alle auf, er-freut uns alle; so habt ihr desto angenehmere Fe-rien, wenn ihr das Lob des Fleißes und Wohlver-haltens mit euch nehmet. Ich wollte in keinerSchule seyn, in welcher nicht sxuiriiua wären;nicht, als ob man allein fürs Examen lernen müß-te : man muß für sich, man muß fürs Leben ler-nen; aber eben das Examen zeigt, daß jemand ssichum uns bekümmert, daß unser Lernen nicht ohneZweck sey: Freuet euch also auch auf dies Examen,das euch bevorsteht, und macht uns allen viel, vielFreude u. s. f.