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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

und cs müßte jcdcm unfleißigen Sckiüler die em-psiudlichste Beschämung scp», daß man ihn am öf-fentlichen Examen der Frage nicht werth gehalten.Mit Nichten aber müßten blöde Gemüther mit Un-fleißigen vermischt werden: oft sind sic die fähigsten,zartesten, gründlichsten Köpfe. Bon dem ex abruptoantworten halte ich nicht so viel, als man gemeinig-lich davon halt; >a ich glaube, cs sei) wahre Spie-gelfechterei) , aus sammtlichen Lectivnen eines ganzenJahrs, auf alle Fragen unvorbereitet, antworten zusollen, daß lein Quentchen am Gehalt fehle. Wervon uns konnte das, wenn er so ex czrrolibet guas-likst gefragt würde? Ei» Spiegel zur Zcitkürzungmag das wohl seyn, aber kein ernsthaftes, vernünfti-ges Examen. Ich sage cs hicmit öffentlich, daß ichseit mehreren Jahren ein paar Tage vorher den Leh-rern eine Note zukommen lassen, welche Lectivnen schvorzunchmcn gedachte, und ich bin dem seligen Dircc-ror Heinze diesen, wie mehrere gute Gedankenschuldig. Nun kann der Lehrer selbst die Leckion an-seben, dis er durchfragen soll, damit er sie nicht exabrupto, das ist verwirrt und praepostsrs, sondernvernünftig und gelassen fragen könne. Er kann denSchülern einen Wink geben, worauf ohngefahr sie sichnoch in den letzten Stunden bereiten mögen, damitsie nicht eine unvernünftige Furcht betäube, oder siegar in der letzten Angst über alles hinwegfahren , sichzu allem rüsten wollen, und wenns zum Treffenkömmt, gar ungerüstet dastehn. Eine Wachtparadein den Lectivnen soll das Examen nicht seyn, sonderneine vernünftige, väterliche Uebung.

Also tritt nach dem Angeführten, was das Exa-men nicht scpn soll, gar bald ans Licht, wozu cs