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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
155
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S o p h r o n. töä

16.

Vom Zweck öffentlicher Prüfungen.1795.

Um meine Pflicht zu erfüllen, und zugleich diedem Lxgrriini enge gnug gefetzte Zeit ihm nicht zuentziehen, will ich nur mit einigen Worten denZweck öffentlicher Lxsmiriuin selbst anzeigen.

DA Zweck des Lxairiinis ist nicht, die ganzeLaufbahn der Studien eines ganzen Jabres zu durch-laufen; wie wäre dies in so kurzer Zeit möglich?Nicht einmal alle Lectionen dürfen und könnenverkommen, wenn man sic nicht in Minuten abfer-tigen und damit den ganzen Zweck dieser öffentlichenHandlung verfehlen will. Noch weniger kann undmuß die Absicht der Lehrer seyn, unterhaltende, glän-zende Lectionen vorzuführen, und durch dieselbe selbstglanzen zu wollen. Will dieses der ,

er sey nun Ephorus oder Docent, so wird das Ganzegewiß einzelnen schimmernden Theilen aufgeopfert,und der fleißige, gabenreiche Schüler muß unter demGlanz oder dem Staube, den sein Fragen erregt,selbst leiden. Er bekömmt nicht Zeit, sich selbst zuzeigen (welches doch Zweck des Lxsininig war) in-dem sich der Lxainirmns zeigen will und ihm gleich-sam das Licht, worin er gesehen werden soll, weg-nimmt. Ich halte daher nichts darauf, daß derLehrer bey seinen Fragen lange und viel spricht» er-