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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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Zeit; er ist zwar ein unbesoldeter Collaborator; erarbeitet aber durch alle Klassen; in allen Lektionen.Er regt auf; ich wollte sagen: er regt das Kind inder Wiege auf! Lassen Sie uns seine Aufregungzur Frucht und zum Nutzen gebrauchen.

Insonderheit wünsche ich zur sittlichen Bildung.Es ist nur eine Albernheit, daß man denkt, einGymnasium lasse sich zwar in der Lehre, den Kün-sten und Wissenschaften (in denen unser Gymnasiumin vielem Eines der ersten nach innerm Gehalt ist)zu einem ausgezeichneten Gemeinwesen, schwerlichaber in Silben machen. Auch in Sitten ists mög-lich ; und ich sehe davon, trotz unsrer fürstl. kleinenResidenzstadt, und aller ihrer aZrerrrsns, wenn ichmich an das Jahr 1777. erinnere, da ich das ersteExamen hier hielt, unverkennbar Spuren. NeinJünglinge, auch in Sitten regiert Euch Gemeingeist,ein sittliches, ein musterhaftes Gymnasium zu werden.Einer für Alle, Alle für Einen ! Kein Aussätziger, keinUnverschämter, kein Schandbube! Hasset ihn alle, wiewir ihn hassen, flicht ihn; ec sey Euch ein Ausge-stoßener, bis ihn die bürgerliche Gewalt ausstößt.Kein Fleck sey auf dem Gewände, das den Gemein-geist eurer heiligen Gemeinschaft bekleidet. Integri-tät, Schaam und Ehre sey mit Euch, so ist Gottmit Euch!-