S o p h c o n.
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Und o wie liebe ich dich, du zarte bescheideneSchaum, vorzüglich am Jüngling. Das nrukssuit,salvu res sst, ist ein heiliger Spruch; gewiß nichti» dem Sinne, als ob der Jüngling über sich er-röthe. Er kann ja auch über andre erröthen; erkann verstummen, weil man ihn Albernheiten fragt,und erröthen, daß man ihn über sein Verstummenbestrafet. Ihm ist das lederne Gesicht noch fremde,das keine Empfindung, vielweniger eine Schaamrölhezuläßt; noch ist Morgen in seinem Blick, und devSchleyer Aurorens, auch wohl bethaut mit Tyra-nen, ist ihm noch kein Gelächter.
Schaam und Integrität weiche nie von unsermGymnasium — und was kann ich Euch Jünglingeauch jetzt auf Eure Ferien für einen bessern Bcqleüter wünschen, als Integrität und Schaam! Gehtzwischen diesen beyden Schwestern, sie werden euchschön und sicher geleiten.
Ihnen, meine Herren, Director und Lehrer w.kann ich nichts als einen armen Dank abstatten, fürdie Freude, die Sie mir in diesen schwülen Tagengegeben haben. Sie ist mir eine wahre Erguickunggewesen; denn ich darf sagen, und habe es in ein-zelnen Klaffen und Arbeiten deutlich bezeuget, wiesehr das Gymnasium auch in diesem Jahr nicht rück-wärts gegangen, sondern wirklich zugenvmmen hat.Dürfte ich hierüber Ihnen den Schatz meines Her-zens eröffnen! Aber Ihnen, wie mir, hängt dieDecke der Bescheidenheit vorm Antlitz; ich will nichtloben, ich habe mäßig getadelt; ich darf alles hoffen,alles, was sich erwarten läßt, erwarten. Ach, meineHerren, wir haben einen mächtigen Mitarbeiter, die