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S o p h r o n.
statt zurückschauend sich zu brüsten, lieber vorwärtszur Höhe hinaufsteht, und das xlus ultrs nicht hoch-mütig hinaufruft, sondern aus tiefstem Herzen viel-mehr nur hinausseufzet.
Darf ich sagen, m. H., welch Gesicht mir ein-zig und allein das unerträglichste ist, ob es gleichauch in der Welt Gottes existirt? das unverschämteGesicht, das Euer Homer, Ihr Schüler, die Hunds-stirn nennet. Solche freche Menschen haben allesGemeinwesen zerstört. Das quibus liest ist ihnenganz fremde; pstsrs liest, voAsrs liest, urroZarsliest ist ihnen auf dor Stirn geschrieben. Sie for-dern alles, sie verlangen alles; und haben schaam-los das im Auge, wozu dem beschämten Blick, ebendes frechen Fragenden wegen, die Antwort fehlet.Wenn ich mir von Gott je einen kleinen Winkeldes Himmels erbeten darf, so ists der, wo kein Un-verschämter , kein Schaamloser, keine Hundsstirn ne-ben mir wohnet.
O wie ehre und liebe ich dich, du zarte unkbescheidene Schaam, die nicht verlanget, sondernfurchtsam erwartet, die sich selbst weniger, anderndesto mehr einräumt, und auch beym strengsten Wil-len , beym festesten Vorsatz den Schleyer der Be-scheidenheit, den Zaum der Geduld nicht verkennt.Rom ward wahrlich nicht in Einem Tage gebaut,und daß so viele Wünsche der Menschen mißrathen,was ist Schuld daran, als ihre Schaamlosigkeit, ihreunbescheidene Unverschämtheit, unglückliche schaamloseWesen für sich und andre; Eins derselben bringtein ganzes Gemeinwesen in Zwietracht; es erreichtnichts, als daß es schafft, und hat unruhige Tage.