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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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gendlichem Mulh belobet. Denn der Genius einesVolks, eener menschlichen Gesellschaft, einer gutenEinrichtung, der Genius einer wohleingerichteten undwohlverwalteten Schule ist gewiß unsterblich.

'Was will der Genius an diesem heiligen Ort?wofür warnt er? was gebeut er?

Hier soll die Menschheit in den lebhaftesten frü-hesten Jahren zum Wohlseyn auf die ganze Lebens-zeit, zum Vorlheil aller Stände und^Lerufsarten,zum wachsenden Glück der ganzen bürgerlichen Ge-sellschaft gebildet werden. In jugendlicher Gestalt

steht also, der schöne Genius der Schule da; Blu-men umkcanzen sein Haupt; er opfert dem Altäredes Vaterlandes die reinsten Opfer, und das Füll-horn des Segens, des guten Gedeihens in allen Zög-lingen und Pflanzen der Schule ist in seiner glück-lichen Hand. Er spricht zum Lehrer, er spricht zumSchüler:verehre mich! ehre dich selbst, dein Amt,dein Geschäft, deine Bestimmung; der Ort ist heilig."

Zum Lehrer spricht er:ehre dich selbst" du

treibst ein göttliches dämonisches Werk; du bereitestdas Glück, du bildest die Seelen der Jugend; jadu wirst selbst ihr Genius und Führer auf den Wegdes Lebens. Oft wird deine warnende Stimme inihrem Herzen wiederklingen, auch wenn sie dich hichtmehr sehen; oft wird dein heiteres, väterliches, ge-nialisches Gesicht ihnen auch in der Entfernung undAbwesenheit gerade alsdann wieder erscheinen, wenndeine Lehre, dein wohlthätiger Wink, dein Unter-richt, am meisten aber dein Beyspiel und Vorbildihnen wie ein Lenins visu at vitae! erscheint aufkritischen Scheidewegen ihres Lebens. EHre und liebealso hei, Geist ihrer Jugend; entweihe ihn nicht mit