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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
139
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S o p h r o n.

Kräften stehe? was er erreichen könne und solle?was er, um solches zu erreichen, nothwcndig ver-ni.iden müsse? wie er, seiner Natur gemäß, aufslüste zu diesem Zweck gelange? was ihm noch feh-le? was ihm, seiner frühem Versäumnisse oder Miß-handlungen wegen, vielleicht auf immer fhlcn wer-de ? das alles sagt uns die Stimme des mit unsund in uns gebohrnen geistigen Bruders, desreinsten Bildes und Abbildes unsrer selbst, unsresIdeals, so fern es sich in uns spiegelt und imInnern unsers Bewußtseins wiedcrglänzet, kurzunsres, göttlichen himmlischen Dämons.Frage o Jüngling ihn, was bisher aus dir ward?und was du jetzt sepn könntest? er wird dir antwor-ten. Höre seine Stimme, sein leises Wort:warumdu es nicht bist? was du versäumet hast, und viel-leicht nie mehr nachholen kannst? was du forthinunterlassen, was du regsam thun mußt, um dasVersäumte und Verwahrlosete nachzuholen? er wirddir seinen Rath nicht versagen! Schaue in denSpiegel; du wirst die Spuren auf deinem Gesichtsehen, die Leichtsinn, Unart oder vielleicht gar-derlichkeit darauf gezeichnet haben. Schaue in denSpiegel deines Gemükhs, und du wirst Alles nochdeutlicher als von üussen wahrnehmen.

Victurus Asmiurn clckst Irakers ^usr; je-der Jüngling, der sich selbst schätzet, der zu leben,und im Leben fortwährend glücklich zu seyn, Lusthat; er muß seinen Genius verehren und liebem.: