S o p h r o n.
Leben; ihr hingegen, die ihr von diesem Gott sovieler und großer Dinge gewürdigt seyd, Ihr wolletihm nicht schworen? und wenn ihr geschworen habt,dcn Eid nicht halten? Und was werdet ihr schwö-ren? daß ihr ihm ritt ungehorsam seyn wollt, daßihr euch in Ansehung dessen, was er euch bcscheert,nie Klage erheben, nie wider ihn murren, daß ihrnichts, was seyn muß, mit Unwillen lhun oder lei-den wollet. Ist wohl jene Huldigung dieser zu ver-gleichen? Jene schwören, daß sie niemand in derWelt dem Eäsar vorziehen wollen; ihr, daß ihr diegrößeste Achtung und Treue gegen euch selbst habenwerdet-" — Wie heilig ist diese Lehre! wie gemäßdem Worte Genius, d. i. eingebor ne Natur,eigne Art des Menschen! Sind wir selbst,ist unser Gewissen, ist das Heiligste in uns unsnicht heilig; wo sollen wir dann das Heiligefinden?
Lauer intra nor szriritus seäst, rnslorurri,bonorumgus nostroruna obssrvator et uristos.?Iiu prout n nodis trautatus est, ita rroe i^isetrautat. —
So dachten die Alten vom Genius des Men-sche», wobei) ich mich auf die weichliche Meynungvon einem guten und bösen Dämon, die etwa nurdem angenehm seyn kann, der gern verführt feynmag, um nachher auf den schwarzen Genius dieSchuld zu werfen, gar nicht einlassen werde. Gnug,Genius war die Personifikation der gan-zen reinen und edlen Natur des Men-schen. Wozu ec gebohren sey? was in seinen