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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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137
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S o p h r o n.

schen wohl auf den reinsten Altar setzten. Ihnenwar nämlich der , das Gemükh im Menschen,das heiligste, unbestechlichste Urtheil seiner Seeledenn so sagt Mark - Aurel:das Gemüth ists, waswir den Damor. oder den Gott in uns nennen, denVorsteher und Führer deS Lebens. Himmlischer Na-tur ist er und hebt zur Verwandtschaft mit demHimmlischen uns von der Erde empor. Nichts istelender, als ein Mensch, der mit seinem Gedanken al-les auf und unter der Erde durchschweift, der, wasin fremden Seelen vergeht, muchmaßend zu erfor-schen strebet und nicht fühlt, daß er ihm selbst g'nugist, wenn er mit seinem eignen Dämon vertraut le-bet, und diesen recht verehret. Die rechte Vereh-rung desselben bestehet aber darin, sein Gemüth vonLeidenschaft, von leerem Wahn und von jeder Un-zufriedenheit über Dinge der Welt frey zu erhalten."Und der vortreffliche Schüler Eviktcts, Arrian, sagtalso:deine Vorstellungskraft ist freplich nicht sogroß wie Jupiters; aber er hat einem Jeden einenAufseher zugegeben, der nie schlummert, der nicht zuhintcrgehen ist, unfern Dämon. Hakte eruns wohl einem bessern und wachsamer» Führerübergeben können? Wenn ihr eure Thüre verschlos-sen und eure Kammer verdunkelt habt: so falle

euch nie ein, zu sagen: nun sind wir allein;

denn ihr seyd nicht allein, sondern Gott ist darinund Euer Dämon. Diese bedürfen des Lichtesnicht, um zu bemerken, was ihr thut. DiesemGott, eurem Genius, sollet ihr Treue zuschwv-ren, wie die Soldaten dem Cäsar. Blos um desSoldes willen schwören diese, daß ihnen auf der Weltnichts wichtiger feyn solle, als Cäsars Glück und