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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

Altäre auftichteten, den sie mit Opfern und Libatio-ncn, am meisten aber mit einem Andenken ehrten»das viel Rührendes und Schönes mit sich führet'Zeder Mensch hatte einen Genius, der ihm vonseiner Geburt an als Aufseher, Führer und Beglei-ter , als ein warnender Freund, als ein unbestechli-cher Zeuge und Richter, mithin als der Bote seinesGlücks und Unglücks zugegeben war. Nst sinAuin-rig prnskectri!,, sagt Apulcjus, ckornssticms spsan-lutor , inckiviciuus arkiter, inss^arakilis tsstis,rnalorurn imzorvlrntor, konoruna prabator. Dochwarum führe ich einen so spaten Schriftsteller zuerstan, und nicht ältere Zeugen t Jedwedem, sagt Mc-nander,

Jedwedem steht ein Genius,

Sobald er nur geboren wird, zur Seite,

Ein guter Genius zu weiser LebensführungzDenn daß ein böser Geist uns zugegeben sey,

Ein gutes Leben uns zu schmälern, diesIst nicht erlaubt zu glauben.

Ja unter den Versen des Hesiodus findet sichschon diese uralte Bestimmung der guten Dämonen,daß sie nach Rathschlüffen des höchsten Gottes untersterblichen Menschen auf der Erde das Wächter-amt führen. Jedermann weiß, was Sokrates vonseinem Dämon gesagt und geglaubt hat, daß er ihnnie treibe, wohl aber warne, und daß die Stimmedesselben ihm die Stimme der Gottheit dünke. Esist hier weder Ort noch Zeit, die Genealogie dieserVorstellungsart von ihrem Ursprünge an zu verfol-gen; eins merke ich nur an, daß die Stoiker denBegriff von einem Genius oder Dämon des Men-