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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
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S o p b r o n.

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keine größere Dissonanz im bürgerlichen Leben, alswenn man in einem öffentlichen Mann zu sehr denPrivatmann sichet, oder jener sich in diesen endlichgar verliert. Da wird der Schullehrer ein Lohna -beiter , der rühm - geist - und herzlos aus seinemdürren Boden vertrocknet.t)uurn inissru etcontenntu res est Uorrro, nisi ss su^ra liumunuerexerit!

Ihr Schüler bedenkt, daß es eine öffentlicheAnstalt sey, die ihr zu besuchen und zu geniestenhabt. Gymnasium heißt ein Ucbungsplatz, in wel-chem Ihr also zu einer guten Fähigkeit, Brauch-barkeit und Tüchtigkeit im Staat, auf Lehrstühlenin Schulen und in der Kirche geübt und -gebildetwerden sollet. Je mehr Ihr dies einsehet, desto an-genehmer werden auch die Stunden des Unterrichts,den Ihr genießet, desto erfreulicher die Uebungenwerden, die Eure Lehrer mit Euch treiben, denn cssind Uebungen der Tüchtigkeit für Euer ganzes Le-ben. Ihr werdet Ihnen danken, daß sie eurem,oder etwa auch Eurer Ellern Privalsinn und Eigen-sinn nicht nachgebcn, auch nicht nachgcben können:denn die Gesetze des Gymnasiums sind vom Landes-herrn gegebene Gesetze, und der Schullehrer ist dar-auf verpflichtet. Insonderheit Ihr in den obernKlaffen, bey denen ich schon mehr Ucberlegung undeinen reifern Verstand voraussetzen darf, werdet dasGymnasium nicht als ein Zuchthaus, welches esjetzt nicht mehr ist und seyn kann, sondern als einenVorplatz der Akademie oder jeder andernöffentlichen Bestimmung ansehen, zu dereuch eure Neigung oder das Schicksal ruft, mithinin euch selbst den Keim dieser öffentlichen Besinn-