S o p h r o n.
erbaute, die Stadtschule zur Landesschule machte,oder vielmehr beyde verband, und damit auf dieedelste Weise für die Nachkommenschaft sorgte. Hatrte der glorwürdige Fürst einen Schritt weiter thunkönnen, auch etwa nur fo weil als in benachbartenLändern andre Fürsten mit ihren Schulanstalten frü-her gemacht hatten, wir würden uns dessen sehrfreuen, und cs noch jetzt dankbar zu genießen ha-ben. Indessen war doch einmal die glückliche Bahngebrochen, und die folgenden Landesfürstcn, inson-derheit die Herzogin Vormünderin und der jetztregie-rende Herzog haben der in manchem noch sehr be-drängten und eingeschränkten Anstalt ihre Vorsicht,Hülfe und Bevstand nicht versaget. Wir könnenauch sicher darauf rechnen, daß, da der Geist unddas Bedürfniß unsrer Zeiten, nothwendig gute Schul-anstallen will, die alte Barbarei) und Trägheit niemehr wiederkommen könne und werde. Wir m ü s-sen mit der Zeit fortgehen, oder die Zeit schlepptuns fort, ans Zurückgchen ist nicht mehr zu den-ken ; glücklich ist der, der willig gehet, der nichtnur seinem Nachbar mit Schritten zuvockomntt,sondern selbst der Zeit, die bisweilen langsam schleichtund dem Bedürfniß, das sich zuweilen spat, abersodann desto grausamer und härter meldet, freu-dig und einsichtsvoll voreilct. Wer erst von Hungerund Theurung angcmahnt seyn wollte, daß er sichSpeise schaffe und sein Brod erwerbe, der stünde inseinem Range selbst unter den meisten unvernünfti-gen Lhieren. Der Gedanke, der uns am wirksam-sten daran erinnert, ist der, daß Schulen keine Pri-vatanstalten , sondern öffentliche Werke, An-stalten für Well und Nachwelt sind! In die-