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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
129
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S o p h r o n.

daß in diese Zeiten und Verfassungen die Blüthe derSchulen in Deutschland gehört, in denen die gelehr-testen und größesten Männer, die nützlichsten kso-tores und Schullehrer lebten, deren Namen wirnoch jetzt mit Hochachtung nennen, deren Gclehrten-Namen von den Ihrigen mit Dank und mit einerArt Bewunderung genannt wurden. Je mehr seitdem dreyßigjährigen Kriege und der daraus erfolgtengänzlichen Veränderung der Zeiten, mit dem Ver-fall mancher Städte in Deutschland, auch der ge-meinsame Bürger- und Stadtgeist sank, desto mehrsanken die Schulen, und wenn nicht entweder auSLiebe zu den Wissenschaften, oder von Noth ge-zwungen, oder von den Bitten cinschender Männerermüdet, die Regenten des Landes selbst sich dieserWerkstätten öffentlicher Erziehung, als Landesan-stalten angenommen hatten: so wäre in vielenGegenden Deutschlands eine neue Barbarei) entstan-den , die zum farlgehenden Geist der Zeiten, zumverfeinerten Gange der Geschäfte, der Sitten, desgemeinen Lebens und Wesens am allerwenigsten ge-hörte. Das Verhallniß aller Stande gegen einan-der, der Preis der Waaren und Lebensmittel, dieLebensart selbst hatte sich geändert; und es wäreeine traurige Ansicht gewesen, wenn allein dieSchulen, die doch dem Staat Menschen zu-bereiten und zubilden sollten, wenn alle die Lehrerderselben, als alte Stadtruinen, als Denkmälereiner verschwundenen Verfassung hätten Zurückbleibensollen.

Unsrer Schule Nahm sich der ewig preiswürdigeWilhelm Ernst an, der dies GymnasiumHerders Werke z. Phil. u.Gesch. XU, I