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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

In der Zeit, da Schulen nach unfern heutigenBegriffen angelegt, und von den Klöstern getrenntwurden, sing man sogleich an, sie als ein öffentli-ches Gut anzuschen, und dies war die Ursache,warum bey der Reformation die Fürsten meistcn-kheils den Stadtmagistraten das Patronat der Stadt-schule anvertrautcn, eben in der Ucbcrzeugung, daß,da die Söhne ihrer Bürger, die Jugend chrcr Ge-meine, darinnen zur Brauchbarkeit im gemeinenWesen, zu nützlichen Kenntnissen und guten Sittengebildet würden, jede Stadt solche als Kleinode ih-rer Verfassung, als Gärten und Pflanzstätten ihrerNachkommenschaft nicht anders als ansehen könnten.So lange dieser Bürger - und Gemcingcist herrsch-te, in Städten und Verfassungen, in denen er nochherrschet, sehen wir, nicht nur im Jahrhundert derReformation, sondern auch noch jetzt, diese bürgerli-che allgemeine Thcilnahme. Die Väter der Stadtsind auch Väter der Schule; die Bürger der Stadt,die ihre Zöglinge waren, blieben auch lebenslang ibrcwarmen Freunde. Die Ankunft, die Einführungeines neuen Rectors und Lehrers, so wie ihres neuenPfarrers und Seelsorgers, (denn Kirchen und Schu-len wurden aus patriotischem Neformationsgeist innigverbunden) waren ihnen stin Fest der Freude, deSGlückwunsches, der Bezeugung ihrer Liebe und Ach-tung: die öffentlichen Examina und Actus wurdenvon den Vätern der Stadt, von den Vätern derSchüler, von den Liebhabern der Wissenschaften, vonden Landcscollegicn besucht, man nahm an den Fort-schritten derselben und an allcnguten Anstalten Theil:man bestrebte sich so viel man konnte, dieselbe zu beför-dern. Wer der Geschichte kundig ist, der weiß, daß

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