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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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hatten, und theilte solches in Übersetzungen und Re-den mit; er selbst aber hielt sich an die Trostgründeder christlichen Religion, und sang (bey den Proces-sioncn an den Wilhelms - Tagen) das Lied darübermit Glauben und Andacht. Letzt ist er über dieDämmerung dieses Erdclebcns hinweg und genießtschauend die Morgenröthe himmlischer Erkenntniß undEinsicht.

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In Göttingen zog des Philologen Geßners Be-kanntschaft und Umgang ihn von der Theologie zurPhilologie über, deren Studium und Anwendungnachher die vornehmste Beschäftigung seines Lebenswurden. Wie ganz er, sowohl im Ausdruck der la-teinischen Sprache, als in den Grundsätzen über das,was Bildung des Geistes, der Sitten, des Vor-trages u. f. heißt, ein treuer Schüler der DenkartGeßners gewesen, zeigen seine schönen Abhandlungen,vom Fleiß in der lateinischen Sprache und Schreib-art, vom Gebrauch des lateinischen Wörterbuchs;daß Grammatik, Rhetorik, Poesie in den Schulenzu lehren sey; seine Gedanken über alte und neueUcbungcn der Schreibart, ^von der grammati-schen Auslegung deutscher Dichter, vomWerth der allgemeinen Lesebegierde, von den Merk-malen guter Naturen junger Leute nach der Regeldes Sokrates, von der Liebe zu den Wissenschaften,als dem einzigen, besten Grunde, das Studiren zuerwählen, vom Zweck und Nutzen des historischenUnterrichts in den Schulen; daß die neueste Ge-schichte mehr Vergnügen gebe, als die alte, aber da-