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S o p h r o n.
lem eine Rede von ihm über dessen Vcrthcidigungder Religion mit großer Empfehlung und Lhcilnahmegehört. Spaldings schöne Schrift über die Bestim-mung des Menschen, hat er in schönes Latein über-tragen, und er wünschte sich, wie er mehrmals sagte,junger zu scyn, um auch meine Schrift über denGeist der biblischen Poesie, durch eine Uebcrschungins Latein auch andern als Deutschen bekannt machenzu können. Alle seine moralischen Reden und Aus-arbeitungen, z. B. über den Werth der Zeit, denNutzen der Schule, die drcyfache Unsterblichkeit desNamens, Ruhms und der Seele, athmen den Geisteiner geprüften Religion, und sein Leben sprach dar-über noch mehr als seine Schriften. Immer habeich ihn mit der größten Hochachtung, die mir selbstHochachtung gegen ihn einflößte, von Gott und Chri-stus sprechen hören, und er verwunderte sich überdie neuen Spitzfindigkeiten, di- man in die Beweisevom Dafcyn Gottes bringen wollte. Insonderheitwar er mit Dankbarkeit gegen Gott über alles inseinem Leben genossene Gute durchdrungen, sprachgern von den Proben der väterlichen Vorsehung, dieer in seinem Leben erfahren, war äußerst zufriedenmit seinem Schicksal, äußerst zutrauend gegen Geltüber die Zukunft in und nach diesem Leben. Crfreuete sich mehr des Glückes der Seinen als seineseignen Glückes : der Ruhm und die Beförderung sei-nes Sohnes z. B. war ihm jederzeit ein Andenkenvoll zarter inniger Vaterfreude. Mit großer Heiter-keit sprach er vom Tode und ging mit einer Zufrie-denheit , die eines achten griechischen Weisen würdigwar, entgegen. Er hatte geprüft, was Griechen undRömer an Lrostgründen gegen dcnsclbey ausgedacht