S o p h r o n.
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gen) verwendet. Ich erinnere mich noch eines Ool-leesti, das er selbst über die Ebräische Sprachenachgeschrieben und mir be» einer Veranlassung zurAnsicht mittheilte; so wie wir uns auch oft Stun-denlang über die schwersten theologischen Materienunterhielten. Und dennoch maßte er sich drn Nameneines Theologen nicht an, und verbat beständig denUnterricht in der Ebräischen Sprache, weil er diese,wie er bescheiden meynte, nicht in dem Grad verstün-de , wie ein Lehrer sie verstehen müßte. Eine seltneBescheidenheit, die eben den Meister verräth, einenMeister, der, was er nur halb wußte, gar nicht leh-ren mochte, und der in drcy andern, der Griechi-schen, Lateinischen und Deutschen Sprache, die erals Meister verstand, es gnugsam geprüft hatte, wasdazu gehöre, eine Sprache rechtschaffen zu lehren.Das Griechische des neuen Testaments erklärte er de-sto feiner und schöner: er kannte den Genius dieserSchriften: seine Anmerkungen über den Ausam-menhang ihres Sinnes waren kurz und treffend, sodaß er mit einem Bändchen Dbscrvakionen darübersich einen neuen Ruhm hatte erwerben können. Bisin die letzten Jahre seines Lebens unterließ er nicht,auch das Neue zu lesen, das zu Erläuterung der-selben erschien; und aus dem vorletzten Besuch, dener nur gönnte, erinnere ich mich noch sehr wahrerund scharfsinniger Urthcile, die er über eine neu-crschiencne Ucbersctzung des neuen Testaments fällte.Die Wahrheit der christlichen Religion und ihrerGeschichte lag dem redlichen Greise sehr am Herzen;außer unscrm eigentlichen Berufsgespräche vom Un-terricht und Bildung der Jugend habe ich ihnfast über keine gelehrte Materie so thcilnehmend