S o p h r o n.
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sie den Kern nicht zu nutzen wußten; verständigeund treue Gemüther nutzten cm ihrem bescheidenen,gütigen Lehrer seine Kenntnisse und Gelehrsamkeit,die Frucht vieler Arbeit und Mühe, seinen richtigen,und feinen Geschmack, mit welchem er Sprachenund Wissenschaften vortrug: die Form seiner Denk-art, nach den schönsten Mustern der Alten gebildet,ging auch in ihre Seele über. Noch eine größereAnzahl seiner Schüler, die nicht berühmt wurden,(denn nicht jeden führt seine Laufbahn zum gelehr-ten Ruhme) sind in allerlei) Acmtern und Standenbrauchbare Männer geworden, und auch unter de-nen, die jetzt seine Leiche begleite», sind einige sei-ner würdigen, dankbaren Schüler. Sie, meineHerren, vertreten also den ganzen Choc aller derAbwesenden, die in unserm Lande oder in andernLandern von unserm sel. Lehrer zum Dienst derWissenschaft oder der Geschäfte gebildet und vonihm auf Akademien oder in die Welt gesandt sind.In deren aller Namen thun Sie jetzt den letztenGang mit ihm, und wünschen seinen verstorbenenGebeinen eine sanfte Ruhe im Grabe, seinemGeist aber Freude und Erquickung im Reiche Got-tes , wo alles Gute belohnt wird, im Lande derewigen Güte und Wahrheit.
Unser verstorbner Lehrer hatte zuerst in Wit-tenberg und Leipzig vom Jahr 1736 bis 41 denvölligen theologischen Kursus gemacht, und auf densel-ben sowohl als auf die mit der Theologie verwandtenWissenschaften 6 Jahre (eine längere Zeit, als man-che Theologen von Profession auf sic zu wenden pfle-