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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
112
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S o p h r o n.

unser Gymnasium nicht ziehen, und wer das zuwerden Lust hat, reise lieber heute als morgen.

Alle Tabacks- Bier- und Spiclgcscllschastcn sindfür ein fürstliches Gymnasium die größte Schande,und doch muß ichs bedauernd sagen, daß sie nichtemsgetilgt sind. Die künftigen Herren Dorfschulmci-ster üben sich zum Theil im Tabacksrauchen sehr,und andere junge Herren lassen cs daran auch nichtermangeln. Einer hindert den andern durch seine un-zeitigen Besuche, damit er ja nicht allein ein faulerBauch bleibe; und so breitet sich das Ucbe! dermaßenaus, daß man bey manchen jungen Leuten, die hieherkommen, in kurzer Zeit eine» Verfall der Sitten, eineRohheit und Schlendrigkeit wahrnimmt, über die manerschrickt, indem man sie bedaurct. Mit aller Macht solldiesem Ucbel gestcuret werden , und ich bitte alle Leh-rer und Freunde der Schule aufs angelegentlichste,ihm steuren zu helfen. Alle Tabacks- Bier - undSpiclgcsellschaften machen sich des Gymnasii ver-lustig, und das mit der äußersten Unehre, janach Befinden der Umstande mit öffentlicher Schande.

Endlich muß ich vor einem Laster warnen, dasich mich selbst zu nennen scheue. Der Schuldigewirds wissen, ohne daß ich es nenne, und den Un-schuldigen werde ich nicht ärgern. Wer rechtschaffenist, und cs von seinem Mitschüler weiß, der zeige esan; sein Name soll verschwiegen bleiben. Der Un-glückselige , der es treibt, und dazu einen seiner Mit-schüler verführte, ihr habt eine Sünde auf Euch ,die ihr in eurem ganzen Leben nicht gut machen könnt,ihr habt eure Hugend vergiftet, den Keim eurer Ge-sundheit zerstört, und Brandmahle in euer Gewissengesetzt, die euch zeitig genug quälen werden. Für

eure