S o p h r o n.
eure verführten Mitschüler aber, wollte Gott, ihrwäret nie gebühren.
Eicb deine Furcht einem jeden ins Herz, allge-genwärtiger heiliger Gott, daß er vor jeder Sündesich wie vor der vergiftenden Schlange scheue. Pflan-ze Liebe zur Wissenschaft in jedes Jänglinges Ge-müth, so wird ec den Müssiggang und die verfüh-rende Lust, jeden Jrrgang böser Gesellschaften,schlechter Gespräche, grober Sitten und niederträchti-ger Laster wie eine Pest der Hölle fliehen. Er wirddie Wahrheit lieben, weil sie schön ist, Artigkeit undTugend, weil sie wohlgefällig macht bey Dir und bei-den Menschen, den Fleiß, weil er die Seele übt undein neues Leben schafft, die Ordnung, weil sic un-entbehrlich und nützlich ist zu allen Geschäften.
Jetzt wollen wir unsre Arbeiten ansangcn, meinesämmtlichen Freunde, Lehrer und Schüler; ich hoffeund bin cS gewiß, daß wir uns mit einander er-freuen, und dies Examen für alle Klassen ein Festdes Fleißes und Ruhmes seyn werde.
Noch habe ich den meisten Lehrern öffentlich zudanken, für den Fleiß, und Eifer, den sic im ver-gangenen Jahre auf die Ausarbeitung der ihnen aus-getragenen Lectioncn gewandt haben. Es hat ihnenMühe gekostet, allein diese Mühe ist, wie ich ausdem Bci-spiel einiger Klassen weiß, von sehr gutenFolgen gewesen, und wird sich auch in der Folgeihnen reichlich belohnen. Noch wenige Schritte, soist der Berg überstiegen und wir können uns unsrerArbeit freuen. Der Lehrer einer Schule säet ge-wiß nicht ins Meer; er streuet seinen SaamcnHerdersWerkez.Phit, u.Gesch. Xi.1, H äo/Rro».